In Österreich werden jedes Jahr über 100.000 Wasserschäden bei den Versicherungen gemeldet – es kann also jeden treffen. Ob geplatzte Leitung, defekter Geräteschlauch oder undichte Therme: Entscheidend ist, in den ersten Minuten richtig zu reagieren und danach die Abwicklung sauber aufzusetzen. Als Installateur mit 24/7-Notdienst in Wien zeigen wir Ihnen, worauf es ankommt.
Rohrbruch erkennen – die typischen Anzeichen
Nicht jeder Rohrbruch zeigt sich sofort als Pfütze. Achten Sie auf diese Warnsignale:
- Feuchte Flecken oder Verfärbungen an Wand, Decke oder Boden, Blasen in Putz oder Tapete
- Modriger Geruch oder beginnender Schimmel
- Der Wasserzähler dreht sich, obwohl gerade kein Wasser läuft
- Rauschen oder Tropfen in der Wand, ohne sichtbare Quelle
- Druckabfall beim Wasser oder eine warme Stelle am Boden (Hinweis auf eine defekte Warmwasser- oder Heizungsleitung)
Häufige Ursachen sind Korrosion und Alter der Leitungen, Frost, Materialermüdung sowie defekte Geräte und Schläuche.
Wasserschaden: Das müssen Sie sofort tun
Achtung – in dieser Reihenfolge handeln und sich dabei nie selbst in Gefahr bringen:
- 1. Wasser abdrehen: das Hauptwasserventil oder das nächstgelegene Absperrventil im Uhrzeigersinn zudrehen (meist beim Wasserzähler).
- 2. Strom abschalten: betroffene Sicherungen im Zählerkasten aus – Wasser leitet Strom. Elektrogeräte an einen trockenen Ort bringen.
- 3. Schaden eindämmen: stehendes Wasser entfernen, Möbel und Wertgegenstände in Sicherheit bringen – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
- 4. Dokumentieren: Fotos und Videos aus mehreren Perspektiven, beschädigte Gegenstände aufheben (für den Sachverständigen).
- 5. Profi rufen: den Installateur bzw. 24/7-Notdienst für Ortung und Behebung.
- 6. Versicherung melden: so rasch wie möglich – bei Mietwohnungen zusätzlich Vermieter bzw. Hausverwaltung informieren.
Was Sie auf keinen Fall tun sollten
- Nicht bei Wasser an Steckdosen oder Geräten den Strom anlassen – erst Sicherung raus.
- Nicht abwarten und „beobachten“: Feuchtigkeit zieht in Estrich und Mauerwerk, Schimmel droht. Je schneller getrocknet wird, desto günstiger.
- Nicht in Eigenregie Wände aufstemmen, um die Leitung zu suchen – das verschlimmert oft den Schaden. Dafür gibt es die Leckortung (siehe unten).
Leckortung – versteckte Lecks ohne Aufstemmen finden
Oft ist die undichte Stelle mit bloßem Auge nicht zu sehen. Mit zerstörungsfreier Leckortung (z. B. Feuchtemessung, Thermografie, akustische Ortung) findet der Fachbetrieb das Leck punktgenau – bevor unnötig aufgestemmt wird. Das spart Zeit, Geld und Substanz. Mehr dazu auf unseren Seiten Rohrbruch und Wasserschaden.
Wer zahlt bei einem Wasserschaden? Die Versicherung in Österreich
Das ist die häufigste Frage – und die Antwort hängt davon ab, was beschädigt wurde und wer Eigentümer ist:
- Haushaltsversicherung: zahlt Schäden am beweglichen Inhalt (Möbel, Teppiche, Elektrogeräte, Kleidung), die durch Leitungswasser entstehen. Sie enthält meist auch eine Privathaftpflicht.
- Eigenheim-/Gebäudeversicherung (des Eigentümers bzw. Vermieters): zahlt Schäden an der Bausubstanz (Wände, Böden, Decken, fest verbaute Installationen) und die Reparatur der Leitung selbst.
- Haftpflicht: greift, wenn Sie der Verursacher sind und ein Dritter betroffen ist – etwa ein geplatzter Waschmaschinenschlauch, dessen Wasser in die Wohnung darunter läuft.
Wichtig: Die Reparatur des kaputten Rohrs zahlt nicht die Haushaltsversicherung, sondern die Eigenheim-/Gebäudeversicherung. Als Mieter sind Sie für Ihr Inventar zuständig (Haushaltsversicherung), für Gebäude und Rohr der Vermieter – sofern Sie keine grobe Fahrlässigkeit zu verantworten haben. Solange die Wohnung beeinträchtigt ist, kann zudem ein Anspruch auf Mietzinsminderung bestehen.
Die häufigsten Deckungsfallen
- Grobe Fahrlässigkeit: Wer z. B. die Badewanne einlaufen lässt und die Wohnung verlässt oder Geräte unbeaufsichtigt laufen lässt, riskiert, dass die Versicherung nicht zahlt. Ein Zusatzbaustein „grobe Fahrlässigkeit“ schließt diese Lücke.
- Begrenzte Rohrlänge: Viele Polizzen ersetzen Rohre nur bis zu einer bestimmten Länge – ist das betroffene Stück länger, zahlt die Versicherung anteilig.
- Korrosion vs. plötzlicher Bruch: Ein plötzlicher Rohrbruch ist in der Regel gedeckt, ein langsam durch Korrosion entstandener Schaden nicht immer (oft zusatzversicherbar).
- Hochwasser ist kein Leitungswasser: Schäden durch Überschwemmung/Starkregen brauchen einen eigenen Elementar-Baustein.
- Frost bei Abwesenheit: Lassen Sie das Haus im Winter leer, muss durchgeheizt oder die Leitung entleert sein – sonst kann ein Frostschaden abgelehnt werden.
Hinweis: Das ist eine allgemeine Orientierung und keine Versicherungsberatung – die Details stehen in Ihrer Polizze. Im Zweifel hilft ein Polizzencheck bei einer unabhängigen Maklerin oder einem Makler.
Wasserschaden vorbeugen
- Wasserzählerstand regelmäßig kontrollieren – ein heimlich mitlaufender Zähler verrät ein Leck früh.
- Frostschutz: im Winter Außenleitungen am Balkon/Garten absperren, bei Abwesenheit Heizung auf Frostschutz laufen lassen.
- Geräte nicht unbeaufsichtigt laufen lassen (Wasch-/Geschirrspüler), Anschlussschläuche regelmäßig prüfen.
- Alte Leitungen erneuern lassen: wer regelmäßig wartet, beugt nicht nur Schäden vor, sondern steht im Schadensfall auch versicherungsrechtlich besser da.
Rohrbruch-Notdienst und Sanierung mit Hochstern in Wien
Als unabhängiger, ÖVGW-konzessionierter Installateur-Meisterbetrieb mit 24/7-Notdienst sind wir bei Rohrbruch und Wasserschaden schnell vor Ort: Wasser absperren, Leck orten, Schaden beheben – und bei der fachgerechten Trocknung und Sanierung unterstützen, damit kein Schimmel zurückbleibt. Wir sind in ganz Wien, Niederösterreich und im Burgenland für Sie da. Im akuten Fall erreichen Sie uns über unseren Installateur-Notdienst Wien.
Akuter Wasserschaden? Rufen Sie sofort an: 01 / 208 00 82 (24/7-Notdienst). Für nicht dringende Anliegen erreichen Sie uns über unser Kontaktformular. Tipp: Wenn das Wasser läuft, zuerst absperren – dann anrufen.




