Ein barrierefreies Badezimmer bedeutet mehr Sicherheit, mehr Komfort und vor allem: selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter. Der häufigste Anlass ist ein Sturzrisiko über den hohen Rand der Badewanne – der Klassiker ist deshalb „Badewanne raus, Dusche rein". In diesem Ratgeber erfahren Sie, was ein Bad barrierefrei macht, worauf die ÖNORM B 1600 achtet und welche Förderungen der Stadt Wien 2026 den Umbau deutlich günstiger machen.

Was macht ein Badezimmer barrierefrei?

Barrierefrei heißt nicht „klinisch", sondern durchdacht und sicher. Die wichtigsten Merkmale:

  • Bodengleiche, schwellenlose Dusche statt Badewanne – kein hoher Einstieg, keine Stolperkante.
  • Rutschhemmender Bodenbelag (z. B. Bewertungsgruppe R10 bis R11) für sicheren Halt auch nass.
  • Haltegriffe bei Dusche und WC – fest montiert, an tragfähiger Wand.
  • Ausreichend Bewegungsfläche – nach ÖNORM B 1600 ein freier Bereich von rund 150 cm Durchmesser zum Wenden.
  • Breitere Türen (mind. 80 cm, ideal 90 cm), gern als platzsparende Schiebetür.
  • Unterfahrbarer Waschtisch und gut erreichbare Armaturen.
  • Erhöhtes WC für bequemes Hinsetzen und Aufstehen.

Bodengleiche Dusche: das Herzstück des barrierefreien Bads

Die schwellenlose Dusche ist das zentrale Element. Wichtig ist ein leichtes Gefälle von etwa 1 bis 2 Prozent zum Ablauf – flach genug, um beim Begehen kaum spürbar zu sein, steil genug, damit kein Wasser stehen bleibt. Der Boden sollte rutschhemmend ausgeführt sein.

Auch im Wiener Altbau ist das fast immer machbar: Statt eines hohen Aufbaus wird ein flacher Punktablauf oder eine Ablaufrinne eingesetzt, abgestimmt auf den vorhandenen Bodenaufbau. So entsteht ein ebenerdiger Zugang ohne Stolperkante.

ÖNORM B 1600: der Maßstab für barrierefreies Bauen in Österreich

Die ÖNORM B 1600 (aktuelle Ausgabe 2023) legt die Planungsgrundlagen für barrierefreies Bauen in Österreich fest – etwa Türbreiten, Bewegungsflächen und die Ausführung von Sanitärräumen. Die Norm selbst schreibt nicht vor, dass jedes Bad barrierefrei sein muss; sie beschreibt, wie Barrierefreiheit fachgerecht erreicht wird.

Für Förderungen ist sie aber entscheidend: In Wien muss im Kostenvoranschlag bzw. in der Rechnung ausdrücklich vermerkt sein, dass es sich um altersgerechte, barrierefreie Einbauten gemäß ÖNORM B 1600 handelt. Wir formulieren das von vornherein förderfähig.

Förderungen für ein barrierefreies Bad in Wien (Stand 2026)

Ein barrierefreier Badumbau kann mit den richtigen Zuschüssen mehrere tausend Euro günstiger werden. Diese Programme sind in Wien relevant:

  • Stadt Wien – behindertengerechter Umbau: einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss von bis zu 75 % der förderbaren Sanierungskosten. Voraussetzung u. a.: Einbauten gemäß ÖNORM B 1600, Nutzfläche zwischen 22 und 150 m².
  • Stadt Wien – altersgerechter Umbau (ab 65 Jahren): rund 35 % der anerkannten Baukosten, maximal etwa 4.200 € (anerkannte Kosten ab 3.000 € bis 12.000 €), an Einkommensgrenzen gekoppelt.
  • Sozialministeriumservice – Unterstützungsfonds: zusätzlicher Zuschuss bei begründetem Bedarf (z. B. Mobilitätseinschränkung, Pflegebedarf).

Wichtig: Stellen Sie den Förderantrag immer vor Beginn der Arbeiten. Wer bereits beauftragt oder begonnen hat, verliert in der Regel den Anspruch. Der Handwerkerbonus des Bundes ist 2026 ausgelaufen und steht nicht mehr zur Verfügung.

Förderhöhen, Einkommensgrenzen und Bedingungen ändern sich regelmäßig. Prüfen Sie den aktuellen Stand bitte direkt bei der Stadt Wien bzw. beim Sozialministeriumservice, oder lassen Sie sich vorab beim Infopoint für Wohnungsverbesserung beraten. Gerne unterstützen wir Sie mit einem förderfähig formulierten Kostenvoranschlag.

Was kostet ein barrierefreies Bad?

Ein reiner Umbau von Badewanne zu bodengleicher Dusche beginnt je nach Aufwand bei etwa 3.000 bis 6.000 €. Ein komplett barrierefrei umgebautes Bad liegt – wie jede vollständige Badrenovierung – höher; eine Orientierung zu den Gesamtkosten finden Sie in unserem Ratgeber zur Badezimmer-Renovierung in Wien. Mit den Wiener Förderungen reduziert sich Ihr Eigenanteil deutlich.

So setzt Hochstern Ihr barrierefreies Bad in Wien um

Hochstern ist ein unabhängiger, ÖVGW-konzessionierter Installateur-Meisterbetrieb in Wien. Wir planen Ihr barrierefreies Bad nach ÖNORM B 1600, achten auf eine förderfähige Formulierung des Angebots und koordinieren alle Gewerke aus einer Hand – von der bodengleichen Dusche über Haltegriffe bis zum rutschhemmenden Boden. Mehr zu unserem Leistungsumfang finden Sie auf der Seite Badsanierung Wien.

Wir beraten ehrlich, welche Maßnahmen in Ihrer Wohnung sinnvoll und baulich möglich sind – und welche Förderungen für Ihre Situation in Frage kommen. Tätig sind wir in ganz Wien, Niederösterreich und im Burgenland.

Sie möchten Ihr Bad barrierefrei umbauen? Rufen Sie uns an unter 01 / 208 00 82 oder schildern Sie Ihr Vorhaben über unser Kontaktformular. Wir besichtigen Ihr Bad, beraten Sie zu den Förderungen und erstellen ein transparentes, förderfähiges Angebot.