Die bodengleiche Dusche – auch begehbare oder ebenerdige Dusche genannt – ist längst der Standard in modernen Bädern: schwellenlos, großzügig, leicht zu reinigen und im Alter bequem nutzbar. Beim Nachrüsten in einer bestehenden Wohnung entscheidet aber nicht die Optik über den Erfolg, sondern die Technik darunter: Abdichtung, Gefälle und der richtige Ablauf. Werden sie sauber ausgeführt, hält die Dusche jahrzehntelang dicht. Werden sie vernachlässigt, droht ein teurer Wasserschaden. Dieser Ratgeber erklärt, worauf es beim Einbau in Wien ankommt – gerade im Altbau.
Übrigens: Wenn Sie zunächst wissen möchten, wie ein Wannentausch grundsätzlich abläuft und was er kostet, lesen Sie unseren Beitrag Badewanne raus, Dusche rein. Hier geht es um die technischen Details des bodengleichen Einbaus.
Was heißt bodengleich? Punktablauf oder Duschrinne
Bodengleich bedeutet: Der Duschboden liegt auf einer Ebene mit dem übrigen Badezimmerboden, ohne störende Schwelle. Damit das Wasser trotzdem sicher abläuft, braucht es ein leichtes Gefälle zum Ablauf. Zwei Varianten sind üblich:
- Punktablauf (Bodenablauf): ein zentraler Ablauf, zu dem der Boden aus allen Richtungen leicht abfällt. Klassisch und meist günstiger.
- Duschrinne (Linienablauf): eine schmale Rinne an der Wand oder im Boden. Sie erlaubt große Fliesenformate mit nur einem Gefälle in eine Richtung – optisch besonders edel.
- Wandablauf: eine Variante der Rinne direkt an der Wand, ideal bei geringer Aufbauhöhe im Altbau.
Das A und O: Abdichtung und Gefälle
Das wichtigste Bauteil einer bodengleichen Dusche sieht man später gar nicht – die Verbundabdichtung. Sie wird unter den Fliesen aufgebracht und schützt Estrich, Wände und die darunterliegende Geschoßdecke vor eindringendem Wasser.
- Verbundabdichtung nach ÖNORM: eine flexible Dichtschicht mit Dichtbändern an allen Ecken, Anschlüssen und rund um den Ablauf. Hier entscheidet die Sorgfalt in den Details über die Dichtheit.
- Gefälle von rund 2 %: gleichmäßig zum Ablauf hin, damit kein Wasser stehen bleibt. Bei der Duschrinne genügt ein Gefälle in eine Richtung.
- Passende Fliesen: im Duschbereich rutschhemmend und mit ausreichend Fugen für Trittsicherheit.
Die Herausforderung im Wiener Altbau
Gerade in Wiener Altbauten ist der Einbau anspruchsvoller – hier zeigt sich, warum Erfahrung zählt:
- Begrenzte Aufbauhöhe: Für Ablauf, Gefälle und Abdichtung wird Höhe benötigt. Lösung sind extra-flache Abläufe oder ein Wandablauf.
- Holzbalkendecken: In vielen Altbauten liegt kein durchgehender Betonboden vor – Aufbau und Abdichtung müssen darauf abgestimmt werden.
- Rohrverlauf: Der bestehende Abfluss liegt nicht immer dort, wo man ihn braucht; teils sind Anpassungen der Leitungen nötig.
- Kein Gefälle möglich? Wo die Höhe für ein natürliches Gefälle fehlt, schafft eine kleine Hebeanlage Abhilfe.
Ablauf: So bauen wir Ihre bodengleiche Dusche ein
- 1. Aufnahme vor Ort: Aufbauhöhe, Bodenaufbau und Abflusssituation prüfen, Ablaufvariante festlegen.
- 2. Rückbau: alte Wanne bzw. Dusche und ggf. Estrich entfernen.
- 3. Abfluss und Gefälle herstellen: Ablauf setzen, Gefälle-Estrich einbringen.
- 4. Verbundabdichtung: Dichtschicht und Dichtbänder fachgerecht aufbringen und trocknen lassen.
- 5. Fliesen legen und verfugen, rutschhemmend im Duschbereich.
- 6. Silikonfugen, Duschwand und Armaturen montieren, Dichtheit prüfen, Übergabe.
Sparen Sie nie an der Abdichtung. Sie ist unsichtbar – und genau deshalb der häufigste Pfusch-Punkt. Eine fehlerhafte Verbundabdichtung fällt oft erst nach Monaten auf, wenn Wasser in die Decke des Nachbarn darunter dringt. Die spätere Sanierung kostet ein Vielfaches des Einbaus.
Was kostet der Einbau in Wien – und gibt es Förderungen?
Als grobe Orientierung für Wien:
- Umbau zur bodengleichen Dusche: meist rund 3.000 bis 8.500 Euro, je nach Aufwand und Ausstattung.
- Kostentreiber: Gefälle-Estrich, Verbundabdichtung und die Ablauflösung; im Altbau zusätzliche Bodenarbeiten.
- Dauer: ca. 3 bis 5 Tage, im Altbau bis zu 7 Tage – inklusive Trocknungszeiten.
Weil eine bodengleiche Dusche schwellenlos ist, gilt sie häufig als barrierefreie Maßnahme. In Wien werden barrierefreie Umbauten nach ÖNORM B 1600 gefördert – für Personen ab 60 Jahren mit rund 35 % der Kosten (bis ca. 4.200 Euro), bei nachgewiesener Behinderung teils deutlich mehr. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Barrierefreies Badezimmer Wien.
Für wen lohnt sich der Umbau?
Eine bodengleiche Dusche lohnt sich für alle, die ein modernes, pflegeleichtes Bad wollen – und ganz besonders für vorausschauendes, altersgerechtes Wohnen. Ob als Teil einer kompletten Badsanierung oder als gezielter Umbau der Dusche: Als unabhängiger, konzessionierter Meisterbetrieb planen und realisieren wir den Einbau in Wien fachgerecht, mit sauberer Abdichtung und transparentem Fixpreis.
Sie überlegen, Ihre Dusche bodengleich umzubauen? Wir sehen uns Ihr Bad an und sagen Ihnen ehrlich, was technisch möglich ist. Rufen Sie uns unter 01 / 208 00 82 an oder schreiben Sie über unser Kontaktformular – in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.




