Die Heizkörper werden nur noch handwarm, das Warmwasser schwächelt und ein Blick auf das Manometer Ihrer Therme zeigt: Der Zeiger steht im roten Bereich, weit unter 1 bar. In den allermeisten Fällen ist die Lösung einfach – es fehlt schlicht Wasser im Heizsystem. Das Wasser nachfüllen bei der Therme können Sie als Wiener Haushalt in wenigen Minuten selbst erledigen. Wir zeigen Ihnen, wie das sicher gelingt, welcher Wasserdruck richtig ist – und woran Sie erkennen, dass statt Nachfüllen ein Fachbetrieb ran muss.
Woran erkenne ich, dass Wasser fehlt?
Jedes geschlossene Heizsystem verliert mit der Zeit etwas Wasser – etwa durch minimale Verdunstung oder beim Entlüften der Heizkörper. Sinkt der Druck zu weit ab, kann die Umwälzpumpe das Wasser nicht mehr richtig durch die Anlage befördern. Typische Anzeichen sind:
- Manometer im roten Bereich bzw. unter 1 bar (das Manometer sitzt meist an der Unterseite der Therme oder im Heizraum).
- Heizkörper werden nicht mehr richtig warm, obwohl die Therme läuft.
- Gluckern oder Blubbern in den Leitungen und Heizkörpern.
- Die Therme zeigt eine Störung oder einen Fehlercode und schaltet sich ab (viele Geräte melden Wassermangel eigenständig).
Der richtige Wasserdruck: Diese Werte gelten
Bevor Sie nachfüllen, sollten Sie den Zielwert kennen. Für die meisten Ein- und Mehrfamilienhäuser in Wien gilt:
- Kalte Anlage: rund 1,2 bis 1,5 bar.
- Im Betrieb (warm): zwischen 1 und 2 bar – das Wasser dehnt sich aus, der Druck steigt leicht.
- Immer im grünen Bereich des Manometers bleiben; der rote Bereich bedeutet zu niedrig oder zu hoch.
Wichtig: Messen und füllen Sie den Druck immer bei abgekühlter Heizung. Im warmen Betrieb ist der Druck höher – würden Sie dann auf 1,5 bar auffüllen, käme es beim Abkühlen zu Unterdruck bzw. später zu Überdruck.
Therme Wasser nachfüllen – Schritt für Schritt
Moderne Kombithermen haben oft einen integrierten Füllhahn (Blaugriff unter dem Gerät), ältere Anlagen einen separaten KFE-Hahn (Kessel-Füll- und Entleerungshahn) mit Füllschlauch. So gehen Sie vor:
- 1. Therme abschalten und abkühlen lassen; die Umwälzpumpe darf nicht laufen.
- 2. Füllschlauch anschließen – ein Ende an den Kaltwasserhahn, das andere an den Füllhahn der Heizung. Lassen Sie kurz Wasser durch den Schlauch laufen, um Luft herauszudrücken.
- 3. Füllhahn langsam öffnen und das Wasser behutsam einlaufen lassen. Behalten Sie das Manometer dabei ständig im Blick.
- 4. Bei ca. 1,5 bar stoppen: Füllhahn schließen, dann den Kaltwasserhahn schließen.
- 5. Füllschlauch abnehmen und Heizung wieder einschalten.
- 6. Heizkörper entlüften (falls sie gluckern) und danach den Druck erneut prüfen – oft muss man nach dem Entlüften noch etwas nachfüllen.
Nicht überfüllen! Steigt der Druck über ca. 2,5 bar, öffnet das Sicherheitsventil und die Anlage bläst Wasser ab. Füllen Sie deshalb langsam und in kleinen Schritten. Und: Füllen Sie nur bei ausgeschalteter Umwälzpumpe und abgekühlter Therme nach.
Warum verliert meine Therme ständig Druck?
Einmal pro Heizsaison ein wenig nachzufüllen ist normal. Müssen Sie dagegen ständig – wöchentlich oder alle paar Tage – nachfüllen, ist das ein Warnsignal. Häufige Ursachen:
- Häufiges Entlüften: Wer oft Heizkörper entlüftet, verliert jedes Mal etwas Wasser – hier reicht einmaliges Nachfüllen.
- Defektes Ausdehnungsgefäß (MAG): Ist die Membran im Ausdehnungsgefäß defekt, kann die Anlage Druckschwankungen nicht mehr ausgleichen – eine der häufigsten Ursachen für ständigen Druckverlust.
- Undichte Stelle / Leckage: Kleine Undichtigkeiten an Verschraubungen, Heizkörperventilen, im Rohrsystem oder in der Therme selbst. Sichtbare Feuchtigkeit oder Kalkränder sind ein Hinweis.
Wann Sie NICHT selbst nachfüllen sollten
Nachfüllen ist eine kurzfristige Hilfe – aber kein Ersatz für eine Reparatur, wenn ein Defekt vorliegt. Rufen Sie einen Fachbetrieb, wenn:
- Der Druck immer wieder um mehr als 0,5 bar abfällt und Sie regelmäßig nachfüllen müssen.
- Sie Wasser oder Feuchtigkeit am Gerät bzw. an Leitungen entdecken.
- Sich trotz Nachfüllen kein stabiler Druck aufbauen lässt.
- Die Therme trotz korrektem Druck weiter eine Störung anzeigt.
In diesen Fällen hilft unsere Thermenreparatur weiter – wir finden die Ursache (z. B. Ausdehnungsgefäß oder Leckage) und beheben sie fachgerecht. Fällt die Heizung ganz aus, ist unser Thermen-Notdienst in Wien rund um die Uhr erreichbar.
Vorbeugen: die jährliche Thermenwartung
Der beste Schutz gegen Druckverlust und plötzliche Ausfälle ist die regelmäßige Wartung. Dabei prüfen wir unter anderem den Anlagendruck, das Ausdehnungsgefäß und das Sicherheitsventil – so werden viele Probleme erkannt, bevor sie im Winter zum Notfall werden. Die Thermenwartung bieten wir zum Fixpreis von € 159 inklusive Reinigung, Abgasmessung und Prüfprotokoll – für alle gängigen Marken und ÖVGW-konform. Als unabhängiger, konzessionierter Meisterbetrieb warten wir markenübergreifend.
Sie sind unsicher oder die Therme verliert ständig Druck? Rufen Sie uns an unter 01 / 208 00 82 oder stellen Sie Ihre Anfrage online über unser Kontaktformular. Wir helfen Ihnen in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland schnell und ehrlich weiter.




